LICHT 2016

Fotografie und Licht gehören so eng zusammen wie Telefon und Ton. Das Licht ist nicht nur eine Voraussetzung für jedes fotografische Bild und entsprechend im Namen des Mediums manifest, sondern auch verantwortlich für entscheidende Entwicklungen rund um die Fotografie. Licht war und ist aber nie nur Voraussetzung für das Fotografieren, sondern immer auch eine Herausforderung. Und gerade im künstlerischen Bereich, wo oft auf die Bedingungen des verwendeten Mediums Bezug genommen wird, ist das Licht eine jener vielseitigen Komponenten der Fotografie, die zur Reflexion anregt. Im diesjährigen Schwerpunkt der FOTOGALERIE WIEN steht das Licht einmal mehr als Akteur im Mittelpunkt: In den drei Ausstellungen Lichtexperimente, Lichträume und Lichtqualitäten spielt es sowohl eine ideelle als auch formgebende Rolle: das Licht als Phänomen, als Kontrast zur Dunkelheit, als Thema und Motiv, sein Einfluss und seine unmittelbaren Auswirkungen auf das Dargestellte und die verwendeten Materialien. Wie kann das Licht festgehalten und sichtbar gemacht werden, wie im Raum installiert, von welchen Lichtqualitäten, -quellen oder -temperaturen sprechen wir, und wie subjektiv ist unsere Wahrnehmung im Vergleich zu dem, was die Apparate aufzeichnen?

(textliche Betreuung: Ruth Horak)

  • LICHT I

    10. Mai 2016 — 11. Juni 2016

    Im ersten Teil der Trilogie, den Lichtexperimenten , ist sowohl in einfachen und schlüssigen, als auch in aufwändigen und intensiven Versuchsanordnungen der unmittelbare Effekt des Zusammenspiels von Licht, der unterschiedlichen Lichtquellen und des lichtempfindlichen Materials zu beobachten. [...]
  • LICHT II

    30. August 2016 — 1. Oktober 2016

    Im zweiten Teil der Trilogie Licht liegt der Fokus auf den Lichträumen. Ähnlich wie Gilles Deleuze es für die Bewegung im filmischen Bildfeld beschrieben hat, sind die Lichträume als „Auffangvorrichtungen“ zu verstehen, in welchen das Licht nicht nur frei agieren und sich entfalten kann, sondern auch Begrenzung und Halt findet. [...]
  • LICHT III

    22. November 2016 — 14. Jänner 2017

    Henry Fox Talbot hat der Fotografie eine wichtige Botschaft mitgegeben: Sie sei ein Selbstabdruck der Natur und „durch nichts anderes zustande gekommen, als durch die Einwirkung des Lichts“. Im dritten Teil der Ausstellungsreihe Licht wird dies zum Teil ganz wörtlich genommen und das Licht mit seinen unglaublichen atmosphärischen Qualitäten selbst zum Hauptdarsteller. Mond- oder Sonnenlicht, die Auswirkungen von Sonnenstand und Jahreszeiten, künstliche Lichtquellen oder das Licht als Requisite. [...]