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Ausstellungen

BRÜCHE UND REALITÄTEN – FOTOGRAFIE AUS DEM IRAN

Konzept: Leo Kandl

26. Juli 2005 – 20. August 2005

Alireza Abbasi (IR), Mohsen Badrdareyonne (IR), Mehrnaz EMADI (IR), Saaed Faraji (IR), Ehsan Ghorbany (IR), Abdolali Haddadian (IR), Sepideh Johari (IR), Maryam Mohammadi (CZ), Shahrbanoo Sabet (IR), Nazli Sadeghilar (IR), Sara Sasani (IR), Ali Shahbazyar (IR), Babak Zirak (IR), Sahel Haddadian (IR), Sousan Khoshnevisk (IR), Ghasem Memari (IR), Kourosh Javadi Parsijani (IR)

Schah, Khomeini, Islamische Revolution, Iran – Irak Krieg, Unterdrückung der Frau, Verletzung der Menschenrechte, Atomindustrie.
Das Thema Iran hat durch den Irakkrieg wieder zunehmend an Aktualität gewonnen.
Doch was wissen wir in Europa eigentlich über dieses faszinierende Land und den Alltag seiner BewohnerInnen jenseits medial transportierter Bilder wie “Mullah-Regime” oder “Achse des Bösen”?

Rund 64 Millionen EinwohnerInnen, 1,648 Millionen Quadratkilometer, 46 Millionen Wahlberechtigte, davon mehr als ein Drittel unter 30 Jahren, ehemaliges Persien mit einer bedeutenden tausende Jahre alten Kultur.

Was es hinter diesen Daten und Fakten zu entdecken gibt, zeigt Leo Kandl in seiner Gastausstellung  Brüche & Realitäten in der FOTOGALERIE WIEN. Leo Kandl, selbst in der künstlerischen Fotografie angesiedelt, hat vor zwei Jahren im Zuge eines Projekts den Iran besucht und eine dynamische, junge Generation von KünstlerInnen voll neuer Energie getroffen und einen Austausch evoziert.

Entstanden ist eine Ausstellung, die versucht, ein anderes, differenzierteres Bild der künstlerischen Gegenwart im Iran zu vermitteln. Die ausgewählten fotografischen Positionen sind inspiriert von einem Dialog mit der Vergangenheit und der Gegenwart, von der eigenen Geschichte oder eben jener der Anderen. Mit viel Spürsinn setzen die TeilnehmerInnen die Kunst als sozio-kulturelles Werkzeug ein.

Die Schau will weder ein negatives noch ein positives Bild des Iran zeichnen, sondern nur einen anderen Blickwinkel auf ein Land richten, das trotz seiner traditionellen Ausrichtung wie jedes andere andauernden Veränderungen unterworfen ist.
Iranische KünstlerInnen wollen raus aus der Isolation, einen Platz haben, der ihnen zusteht in der globalisierten Welt des Ästhetischen. Der iranische Weg soll also ein eigener sein, aber er soll in die Welt führen.